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AKTUELLES

PRESSE/NEWS


Pressemitteilung SPD-Stadtfraktion: Ein Vierteljahrhundert Verantwortung für Potsdam

SPD-Fraktion würdigt die außergewöhnliche Lebensleistung von Burkhard Exner

Potsdam, 21. September 2026

Nach einem Vierteljahrhundert im Dienst der Landeshauptstadt Potsdam hat Bürgermeister Burkhard Exner angekündigt, im Frühjahr 2027 auf eigenen Wunsch in den Ruhestand zu treten. Die SPD-Fraktion blickt mit tiefem Respekt und großer Dankbarkeit auf eine außergewöhnlich lange und prägende kommunalpolitische Tätigkeit zurück, die Potsdam maßgeblich zu der erfolgreichen Stadt gemacht hat, die sie heute ist.

Nico Marquardt, SPD-Fraktionsvorsitzender, erklärt dazu: „Burkhard Exner ist der Architekt der modernen Potsdamer Finanzpolitik. Als er im August 2002 in unsere Stadt kam, war Potsdam eine Haushaltssicherungskommune und stand vor enormen finanziellen Herausforderungen. Dass wir diese schwierige Situation überwinden konnten und Potsdam heute zu den lebenswertesten Städten Deutschlands gehört, haben wir maßgeblich seinem unermüdlichen Einsatz zu verdanken. Er stand über Jahrzehnte für eine Finanzpolitik, die stets von sozialdemokratischen Grundwerten geprägt war. Für ihn waren solide öffentliche Finanzen nie ein Selbstzweck, sondern die zwingende Voraussetzung dafür, dass unsere Stadt investieren und soziale Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen kann. Seine außergewöhnliche Leistung für Potsdam verdient unseren allergrößten Respekt.“

Seit seinem Amtsantritt, zunächst 2002 als Beigeordneter und ab 2006 als Bürgermeister, begleitete Burkhard Exner vier verschiedene Oberbürgermeister. Er steuerte die Stadt mit ruhiger Hand durch zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen und Krisen, wie die Aufnahme vieler Geflüchteter und die Corona-Pandemie. Dabei bewies er stets eine tiefe Loyalität gegenüber der Stadt und den demokratisch gewählten Gremien, unabhängig von politischen Konstellationen.

Grit Schkölziger, SPD-Fraktionsvorsitzende, ergänzt: „Wir verlieren mit Burkhard Exner einen herausragenden Finanzexperten, der sich selbst nie in den Vordergrund gedrängt hat, sondern für den ausschließlich die beste Lösung für Potsdam zählte. Für ihn standen hinter Bilanzen und Zahlen immer die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Gerade in schwierigen Zeiten hat er darauf geachtet, dass notwendige Konsolidierungen nicht zu Lasten des sozialen Zusammenhalts gehen. Dass er auch jetzt die Verantwortung übernimmt, um gemeinsam mit der Stadtverordnetenversammlung noch einen tragfähigen Haushalt für die kommenden Jahre zu erarbeiten und erst danach sein Amt abgibt, zeigt sein bemerkenswertes Pflichtbewusstsein. Wir danken ihm von Herzen für sein unschätzbares Wirken und wünschen ihm für den kommenden neuen Lebensabschnitt und die Zeit für seine Familie alles erdenklich Gute.“

Mit dem Ausscheiden von Burkhard Exner verliert die Landeshauptstadt eine Persönlichkeit, die für ein großes Stück kommunaler Kontinuität steht. Die SPD-Fraktion wird Bürgermeister Exner in den kommenden Monaten bei den anstehenden Haushaltsberatungen vollumfänglich unterstützen, um sein Ziel eines tragfähigen Haushaltsbeschlusses gemeinsam zu erreichen und das Fundament für eine weiterhin soziale und zukunftsfähige Stadt zu sichern.


Pressemitteilung SPD-Stadtfraktion: Potsdam braucht mehr Schutz für Mieterinnen und Mieter

Potsdam, 16. September 2026

Anlässlich der morgigen Übergabe der Petition „Mietrecht stärken – Umwandlungen stoppen und Sperrfrist verlängern!“ an den Landtag Brandenburg fordert die SPD-Fraktion Potsdam einen stärkeren Schutz für Mieterinnen und Mieter.

Potsdam hat seit Jahren einen angespannten Wohnungsmarkt. Weniger als 0,3 Prozent Leerstand, kontinuierlich steigende Mieten und ein schleppender Wohnungsneubau spitzen die Lage in Potsdam immer weiter zu.

Neben dem Neubau von freifinanzierten und mietpreisgedämpften Wohnungen müssen auch Sicherheiten für Mieterinnen und Mieter gestärkt werden.

Wir fordern die Landesregierung daher auf, die Sperrfrist für Eigenbedarfskündigungen von Mietwohnungen, die in Eigentumswohnungen umgewandelt werden, von derzeit drei auf bis zu zehn Jahre zu verlängern. Für Potsdam wurde der angespannte Wohnungsmarkt im Dezember 2025 festgestellt. Mieterinnen und Mieter müssen bei Kündigungen wegen Eigenbedarfs oder wirtschaftlicher Verwertung länger geschützt werden.

Dabei geht es nicht nur um einkommensschwache Haushalte oder WBS-Berechtigte. In Potsdam gibt es große Gruppen von Normalverdienerinnen und Normalverdienern, die ebenfalls auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Die Interessen dieser für Potsdam besonders relevanten Gruppen müssen endlich stärker in den Fokus öffentlicher Wohnungspolitik rücken.

Es darf nicht allein vom Geldbeutel abhängen, wer sich das Leben in Potsdam leisten kann und wer hierbleiben oder neu hinzuziehen kann.

Frank Reich, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, erklärt dazu: „Gentrifizierung bedeutet auch eine ungewollte Vertreibung aus dem vertrauten Umfeld und führt für viele Menschen zu großer Ungewissheit. Zumutbare und sichere Mietverhältnisse sind eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Stadt.“


Pressemitteilung SPD-Stadtfraktion: Nach wiederholten Verfehlungen: SPD-Fraktion unterstützt Abwahl Rubelts

Potsdam, 8. September 2026

Vertrauen ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungsspitze. Aus Sicht der SPD-Stadtfraktion ist dieses Vertrauen in Bernd Rubelt inzwischen nachhaltig belastet. Die Fraktion unterstützt daher eine Abwahl des Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.

Als zuständiger Beigeordneter für Umwelt trägt Bernd Rubelt eine besondere Verantwortung. Bei einer Veranstaltung zum Thema Klima und Windenergie, an der auch Leugner des wissenschaftlich belegten Klimawandels teilnahmen, hätte es aus Sicht der SPD-Fraktion eine deutliche Abgrenzung bedurft.

“Gerade in den aktuellen Zeiten braucht es Verlässlichkeit und Vertrauen in politische Verantwortungsträger. Dazu gehört auch, dass Beigeordnete wissenschaftlich widerlegten Falschbehauptungen klar widersprechen. Nach all den Vorgängen, Warnungen und Grenzüberschreitungen ist unser Vertrauen in Bernd Rubelt endgültig zerstört. Deshalb unterstützen wir seine Abwahl.” erklärt Nico Marquardt, Co-Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Der aktuelle Vorgang steht zudem nicht für sich. In der Vergangenheit gab es unter der Verantwortung von Bernd Rubelt bereits wiederholt Entscheidungen, die kontrovers diskutiert wurden. Etwa bei der geplanten Privatisierung der Wasserversorgung, die durch die SPD-Fraktion und Stadtverordnetenversammlung verhindert werden konnte, oder bei der Beschaffung von Elektrobussen.

Grit Schkölziger, Co-Vorsitzende der SPD-Fraktion, sagt: “Wir haben in der Vergangenheit bereits einige schwierige Entscheidungen und Vorgänge erlebt. Die aktuelle Verfehlung hat für uns nun das Fass zum Überlaufen gebracht. Das notwendige Vertrauen in die Amtsführung von Bernd Rubelt ist aus unserer Sicht nicht mehr gegeben.


Pressemitteilung SPD-Stadtfraktion: Potsdams Wasser gehört in öffentliche Hand. Arbeitnehmerrechte schützen.

Potsdam, 18. Juni 2026

Die Betriebsräte von EWP, NGP und SWP haben sich mit einem Brief an die SPD-Fraktion gewandt und um weitere Unterstützung bei der künftigen Organisation der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Potsdam gebeten. Die SPD-Fraktion bekräftigt dazu ihre klare Haltung: Potsdams Wasser gehört vollständig in öffentliche Hand. Wir setzen uns für eine Wasser Potsdam GmbH als 100-prozentige Tochter im Stadtwerkeverbund ein. Eine Privatisierung oder Teilprivatisierung wird es mit der SPD-Fraktion nicht geben.

Zentral ist für die SPD-Fraktion dabei die Sicherheit der Beschäftigten. Die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei EWP, NGP und SWP müssen gewahrt bleiben. Das vorhandene Fachwissen, die Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen und die eingespielten Strukturen sind unverzichtbar für eine sichere und zuverlässige Versorgung der Potsdamerinnen und Potsdamer.

„Die Beschäftigten sichern jeden Tag die Wasserver- und Abwasserentsorgung in unserer Stadt. Deshalb stehen wir an ihrer Seite. Kein Arbeitsplatz darf durch diese Neuordnung verloren gehen. Wir wollen eine Lösung, die vollständig kommunal bleibt, im Stadtwerkeverbund verankert ist und den Beschäftigten Sicherheit gibt“, erklärt Nico Marquardt, SPD-Fraktionsvorsitzender.

„Wasser ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und kein Feld für Privatisierungsexperimente. Die beste Lösung ist eine Wasser Potsdam GmbH als 100-prozentige Tochter im Stadtwerkeverbund. Potsdam braucht jetzt Klarheit: öffentlich organisiert, demokratisch kontrolliert und mit klarer Absicherung für alle Beschäftigten“, erklärt Grit Schkölziger, SPD-Fraktionsvorsitzende.

Die SPD-Fraktion wird das weitere Verfahren eng begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Interessen der Beschäftigten, die kommunale Steuerung und die Versorgungssicherheit gemeinsam gedacht werden.

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