
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzt die Landeshauptstadt Potsdam gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen ein deutliches Zeichen: Vor dem Rathaus wurde heute die UN-Women-Flagge gehisst, um auf die weltweite und lokale Realität von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen.
„Heute, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, machen wir darauf aufmerksam, wie verbreitet Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist – weltweit, aber auch hier bei uns“, erklärt Nico Marquardt, Co-Fraktionsvorsitzender der SPD Potsdam. „Etwa alle zehn Minuten wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen eine Frau oder ein Mädchen Opfer tödlicher Gewalt innerhalb der eigenen Beziehung oder Familie. Eine unvorstellbare Zahl: rund 137 Frauen pro Tag, 50.000 pro Jahr. Das Hissen der UN-Women-Flagge ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Gewalt gegen Frauen niemals akzeptabel ist und dass wir alle Verantwortung tragen.“
Auch Grit Schkölziger, Co-Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, betont die kommunalpolitische Verantwortung: „Gewalt gegen Frauen endet nicht an der Haustür. Kommunalpolitik muss dafür sorgen, dass unsere Städte und Gemeinden sichere Orte sind, mit guter Ausleuchtung im öffentlichen Raum, starken Anlaufstellen für Betroffene und verlässlichen Strukturen der Prävention. Der kommende Haushalt wird hier eine entscheidende Rolle spielen.“
Die SPD-Fraktion fordert, Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt noch stärker in kommunale Planungen einzubeziehen: darunter den Ausbau von Schutz- und Beratungsangeboten, sichere Wege in den Stadtteilen, sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schulen, sozialen Trägern und Polizei.
„Es geht um Schutz, Sichtbarkeit und Solidarität“, so Marquardt abschließend. „Und darum, Betroffene nicht allein zu lassen. Hinsehen, unterstützen und die Strukturen stärken, die Frauen schützen und Gewalt verhindern.“