
Potsdam, 28. April 2026
Das Rechenzentrum ist ein zentraler Bestandteil der Potsdamer Kulturszene. In der aktuellen Situation braucht es nun Verantwortung.
Frank Reich, Mitglied der SPD-Stadtfraktion im Kulturausschuss sagt dazu: „Das Rechenzentrum mit über 340 Nutzern aus Kunst und Kultur ist ein wichtiges belebendes Element in einer Innenstadt, die zunehmend mit Verdrängung und Leerstand zu kämpfen hat und nach belebenden Ideen und Lösungen sucht. Das in den letzten Jahren vom Rechenzentrum nach selbsttragenden, eigeninitiativ und eigenverantwortlichen Lösungen, ohne Unterstützung der öffentlichen Hand gesucht wurde macht es noch wichtiger. Die SPD-Stadtfraktion erkennt die wichtige Funktion des Rechenzentrums in der Stadt an und wird sich in diesem Sinne für das Angebot des Rechenzentrums weiter einsetzen und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen:“
Marcel Schulz, ebenfalls Mitglied der SPD-Stadtfraktion im Kulturausschuss ergänzt:
„Die starke Rechtsposition der Stiftung Garnisonkirche ist keine Neuigkeit. Und daraus ergeben sich auch keine unmittelbaren Rechtsfolgen, die zum Abriss des Rechenzentrums führen müssen. Im Beschluss „Potsdamer Mitte – Anpassung der Sanierungsziele“ hat die Stadtverordnetenversammlung, eine finanziell abgesicherte Sanierung des Rechenzentrums ausdrücklich als Möglichkeit genannt. Warum die Stadtverwaltung jetzt so tut, als gäbe es diese Option nicht, das leuchtet uns nicht ein.“
Grit Schkölziger und Nico Marquardt, Co-Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtfraktion, erklären:
„Ein Kompromiss darf nicht darin bestehen, eine Seite vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wer das Rechenzentrum erhalten und zugleich die Entwicklung der Potsdamer Mitte verantwortungsvoll ordnen will, muss die bestehenden Beschlüsse ernst nehmen und alle tragfähigen Optionen transparent prüfen.“
Die SPD-Stadtfraktion fordert daher alle Beteiligten auf, sachlich und lösungsorientiert auf wirklich tragfähige Kompromisse hinzuarbeiten. Geeignete Austauschformate sollten von der Stadt weiter aktiv genutzt werden. Maximalforderungen helfen keiner Seite weiter. Aufeinander zugehen ist das Wesen des Kompromisses. In diesem Sinne wird sich auch die SPD-Stadtfraktion weiter in die Diskussion einbringen.